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Elektrisch über die Alpen

Eine Fahrt mit dem Elektroauto von Deutschland nach Italien über Fernpass und Reschenpass.

Hinfahrt 08. September 2025, Rückfahrt 10. September 2025
Strecke 2 x 204 km: Kempten - A7 nach Reutte - Fernpass - Reschenpass - Schluderns und zurück
Dauer: Hinfahrt ca. 4 Stunden, davon 37 Minuten Pause. Rückfahrt ca. 5 1/2 Stunden, davon 56 Minuten Pause
Stromverbrauch: hin 11,6 kWh auf 100 km, zurück 12,0 kWh auf 100 km
Ladestand bei Start 99 Prozent, 6,5 kWh geladen (ca. 11 %), Ankunft in Schluderns mit 62 %
Zurück 10,1 kWh geladen (ca. 17 %), Rückkehr mit Akkustand 30 %

Im September 2025 machte ich einen zweitägigen Ausflug von Buchenberg bei Kempten im Allgäu (Deutschland) nach Gschnair bei Schluderns im Vinschgau (Italien). Das Auto war ein VW ID.3 mit 58 kWh Akkugröße. Die etwas über 200 Kilometer lange Strecke führt zunächst über 36 Kilometer Autobahn nach Reutte, dann über sehr kurvige Straßen durch Österreich über den Fernpass, Imst, Landeck, Nauders und den Reschenpass, unter Umgehung von Mautstraßen. Die Nutzung von Mautstraßen hätte die Strecke um 5 Kilometer verkürzt und wohl auch beschleunigt, durch die höhere Geschwindigkeit dort aber auch den Stromverbrauch erhöht. Tatsächlich kann das Elektroauto auf solchen Straßen wie den hier gefahrenen, nämlich kurvigen, steilen Landstraßen, seine Stärken voll ausspielen. Wo der Verbrenner äußerst sprithungrig ist, braucht das Elektroauto natürlich bergauf ebenfalls mehr Strom, gewinnt diesen aber bergab durch Rekuperation zu einem großen Teil wieder zurück. Daraus erklärt sich auch der extrem niedrige Verbrauch auf dieser Tour. Er wäre ohne die Autobahn in Deutschland zu Beginn und Ende der Reise noch niedriger gewesen.
Der Startpunkt in Deutschland lag auf 780 Meter Höhe über dem Meer, das Ziel in Italien auf 1350 Meter. Bei der Hinfahrt war weder Heizung noch Klimaanlage nötig, bei der Rückfahrt war es kälter und es musste geheizt werden. Deshalb war der Stromverbrauch bei der Rückfahrt höher, trotz des Höhenunterschiedes, der ansonsten einen niedrigeren Stromverbrauch für die Rückfahrt erwarten lässt. Die längere Dauer bei der Rückfahrt erklärt sich durch Stau.
Geladen wurde jeweils in Nauders, einfach weil da die Ladesäule neben einen Restaurant liegt, wo gleich gegessen wurde. Die 16,6 geladenen Kilowattstunden kosteten 14,11 €, was ziemlich teuren 85 Cent je kWh entspricht. Ich habe keinen Vertrag mit monatlicher Grundgebühr und muss deswegen hohe Preise in Kauf nehmen, wenn ich auswärts lade, was ich selten tue. Die 40 daheim geladenen Kilowattstunden kosteten mich dagegen 12 € bei einem Stromtarif von 30 Cent je kWh. An Stromkosten fielen also insgesamt etwa 26 € an.
Tatsächlich wäre es theoretisch sogar möglich gewesen, die komplette Strecke hin und zurück ohne unterwegs aufzuladen zu fahren, bei einem gesamten Stromverbrauch von 97 Prozent des Akkus. Aber so etwas macht man natürlich nicht.

Elektroauto an der Ladestation
Laden in Nauders


Letzte Änderung 12.09.2025

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Artikel dieser Seite zur Elektromobilität und zu verschiedenen Elektroautomodellen basieren auf persönlichen Erfahrungen und auf aktuellen Nachrichten, sie werden nicht von den Herstellern gesponsort oder anderweitig unterstützt.

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